Die Kugelschützen

Sportschützenverein 1985 Hatzenbühl e.V. – Vereinshistorie

Es waren interessierte Sportschützen, sie haben sich beim SV Herxheim gefunden, gemeinsam geschossen, ein Interesse geweckt. Man tut sich zusammen, holt sich fachmännischen Rat und so beschließen 27 Männer und Frauen, in der Gründungsversammlung am 27. Januar 1985 die Gründung des „Sportschützenverein 1985 Hatzenbühl e.V.“.

In den Anfangstagen bekamen wir Unterstützung vom SV Herxheim, obwohl wir ja eigentlich Konkurrenten waren. Oberschützenmeister Wendelin Sas nahm als erster Vorsitzender die Zügel in die Hand, wir bekamen die Möglichkeit unsere Trainingsabende (anfänglich einmal die Woche, später dann sogar 2-mal die Woche) hier auf dem Schießstand und im Vereinsheim des SV Herxheim abzuhalten.

Mit wachsender Mitgliederzahl und somit auch zahlreicher werdende kräftige Hände und voller Ideen wurde der Plan geboren ein eigenes Vereinsheim zu bauen, mit Schießständen und Wirtschaftsraum. Unter der Vereinsleitung von K.D. Fischer und unter der Mitwirkung zahlreicher, nicht nur Mitglieder, wurde geplant, gerodet, geräumt, ausgeschachtet, geschalt, betoniert, gemauert, verputzt, … Am 1. Juli 1993 war es dann so weit, wir konnten in unser eigenes Schützenhaus umziehen. Die enge Verbindung zum SV Herxheim hält aber bis heute. Wir sind gemeinsam mit dem Verein gewachsen, haben uns ausgetauscht, uns gegenseitig, auch sportlich unterstützt. Einige unserer Mitglieder sind auch heute noch in beiden Vereinen aktiv. Die nachbarschaftliche Verbindung, der Zusammenhalt, der Austausch ist geblieben. Die Schützen des SSV Hatzenbühl sind immer gern gesehene Gäste.

Im Sommer 1995 (seit 1994 unter der Führung von Herbert Molzberger) wurde das Angebot des Vereins um eine weiter Disziplin erweitert. Rudi Wünstel brachte das Schießen mit dem Recurvebogen in den Verein. Schnell war klar, dass das nicht nur Raum, sondern auch die entsprechende Schießstätte benötigt. Somit war der nächste Schritt, die Erschließung und Einrichtung eins entsprechenden Geländes von Nöten. Die Fläche war vorhanden, musste jedoch geräumt und an die benötigten Anforderungen (auch sicherheitstechnisch) angepasst werden. Es wurde geräumt, eingeebnet, ein Erdwall als Pfeilfang aufgeschüttet, Rasen eingesät. Viele Hände packten mit an bis dann im September 1997 das „neue Bogengelände“ offiziell eingeweiht werden konnte.

Somit war auch ein weiterer Grundstein für die Weiterentwicklung des Vereins gelegt, was in Zukunft viel Zulauf und noch mehr Erfolge in die Ergebnislisten auch bei Meisterschaften des DSB tragen würde.

Dass der Verein (ab 2001 unter der Leitung von Thomas Wünstel) immer am Puls der Zeit war, ist kein Geheimnis. Wir wuchsen, neue Sportler schlossen sich uns an und wir hatten zwischenzeitlich 140 Mitglieder. Somit wurde auch im Frühjahr 2012 ein neues Projekt gestartet. Die Luftdruck-Anlage, bisher mit 11 Schießständen und Seil-Zug-Anlage ausgestattet, wurde auf elektronische Trefferaufnahme umgebaut. Hierbei waren neben einem immensen Eigenanteil auch Fördermittel des Sportbundes eingeflossen. Die Summe der geleisteten Stunden, die Kilometer an Kabel, die Kilogramm an Holz, die Liter an Farbe, die Zahl der Schrauben, sind nicht mehr zu beziffern. Pünktlich zum Start der Saison, im Oktober lief alles. Der Stand war vom Sachverständigen abgenommen und betriebsbereit.

Da sich beim SSV nicht alles nur um den Schießsport dreht sondern sich auch im Vereinsheim einiges aktiv tut, musste auch hier wieder mal Farbe ins Spiel gebracht werden. Im Sommer 2018 bekam die Gaststätte ein neues Gesicht. Theke neu, Deko neu, Farbe neu, Getränkekühlung neu und so finden Mitglieder & Gäste ein attraktives Vereinsheim in dem man sich rundum wohl fühlen kann.

Doch bei allem was vorab beschrieben wurde blieb, trotz der Arbeit auf dem Vereinsgelände, unser Sport nicht auf der Strecke. Das Schießen UND das Treffen ist unser Augenmerk. Konzentriert und mit uns im Einklang, egal ob mit der Kugel auf 10…100 Meter, egal ob mit Pistole, Revolver oder Gewehr. Gleich ob mit dem Pfeil, per Recurve-, Compound- oder klassisch per Blankbogen beschleunigt. Wir wollen immer das Optimum. Wir wollen den Treffer ins Zentrum der Scheibe, das bestmögliche Ergebnis. Darum bestreiten wir unsere Trainingseinheiten, Trainieren den Ablauf – die Kondition – unsere mentale Stabilität. Damit beim Wettbewerb von der Kreis- bis zu Deutschen Meisterschaft, beim Rundenwettkampf oder gar beim internationalen Einsatz nichts auf der Strecke bleibt, sondern wir immer bestmöglich treffen.

Ständig am Puls der Zeit heißt auch neue Disziplinen zu Kennen und Zuzulassen, den Raum dafür schaffen und diese in unsere Abläufe zu integrieren.
Somit ist seit Sommer 2022 das Schießen mit dem Blasrohr neuer Bestandteil unserer Trainings- und Wettkampfplanung. Die aus dem bayrischen und niedersächsischen Schützenverband zu uns schwappende Disziplin findet auch in den Reihen unserer Schützen Interesse. Also macht man sich über das Regelwerk schlau und arbeitet sich in die Thematik ein. Man knüpft Netzwerke mit den Verbänden und den Fachkundigen, besorgt sich Sportgerät, baut Scheiben und kommt in die Materie hinein. Nachdem sich die Interessierten mit der neuen Technik vertraut gemacht haben, die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden sind, kommt man ins Training, wird besser und mutiger, letztendlich bestreitet man die ersten Wettkämpfe und streicht die ersten Erfolge ein.

Die Planung schreitet voran, Zulauf ist da. Auch der erste größere Wettbewerb, auf Kreisebene im Spätsommer 2024, ist auf unserem Vereinsgelände geplant.
Es geht aber auch darum, brachliegende Disziplinen wieder neues Leben einzuhauchen. Schützen zu motivieren und Mannschaften zu bilden.
So geschehen mit der Disziplin Ordonnanzgewehr, in der wir im Frühjahr 2024 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte als Team bei den Meisterschaften an den Start gehen. Der Weg ist bereitet, vielleicht kann man hier in Zukunft Erfolge feiern.