Deutschland Cup Bogensport U18 bei den „Ruhr Games“ in Bochum – Unser Jugendschütze Max Moulliet gewinnt BRONZE

Bereits die Qualifikation fand unter der Herausforderung der Corona -Situation statt. Da aktuell keine „offiziellen“ Wettkämpfe stattfinden, konnten sich die Teilnehmer mit Ergebnissen aus aktuellem Vereinstraining qualifizieren. Diese mussten natürlich von weiteren Personen bestätigt werden. Nach der Einreichung der Ringzahlen wurden die Teilnehmer mit den besten Ergebnissen zum Schießen nach Bochum zur Veranstaltung „Ruhr Games“ eingeladen. Sie zählt zum größten europäischen Sportfestival für Jugendliche. 16 Sportarten wie z.B. Boxen, Klettern, Basketball, Fußball, Handball usw. waren vom 3.-6. Juni 2021 im Ruhrstadion Bochum, wo die Sportler um ihre Medaillen kämpften. Der Deutsche Schützenbund war erstmals bei der Veranstaltung vertreten und trug in diesem Rahmen den Deutschland Cup U18 aus. Teilweise wurden Wettkämpfe auch im ARD und ZDF übertragen.

Für unseren Jugendschützen Max Moulliet war daher klar – da will ich dabei sein!

Nachdem bereits in der Ausschreibung veröffentlicht war, dass Bundeskaderschützen eine „Wild Card“ erhalten, war schließlich mit einem hochwertigen Teilnehmerfeld zu rechnen.

Die 24 Schützen mit den besten eingereichten Ergebnissen seiner Altersklasse starteten am frühen Samstagmorgen mit der Qualifikationsrunde. Dabei schossen immer 2 Schützen insgesamt 72 Pfeile auf die 60m entfernte Bogenscheiben. Bereits in der Halbzeitpause machte Max seine Ambitionen auf die vorderen Ränge klar. Mit 336 Ringen in Führung, schoss er aber gleich zu Beginn des 2. Durchgangs einige schlechte Passen und rutschte in der Platzierung ab. Nach einer spannenden Aufholjagd gelang es ihm am Ende noch, die Qualifikationsrunde mit 658 Ringen und dem 3. Platz zu beenden und in das 1/8-Finale einzuziehen.

Beim „Finalschießen“ kommt es immer wieder zu Überraschungen. Es schießen immer 2 Schützen gegeneinander und nur wenige Pfeile entscheiden darüber, wer in die nächste Runde einzieht. Der inzwischen aufkommende Wind stellte alle Schützen vor eine Herausforderung. Nicht nur Können und Training, sondern auch „Windglück“ spielen dann vermehrt eine Rolle. Nach einem recht sicheren 1/4-Finalsieg traf Max im 1/2-Finale dann auf seinen „Bezwinger“, er verlor mit 6:2. Zitat aus dem Pressebericht des DSB: „Bereits in der Qualifikation setzte sich ein Quartett ab – jene vier, die letzten Endes auch die Halbfinals bestritten“.

Im „Kleinen Finale“ um die Bronzemedaille traf Max dann auf Ben Greiwe aus dem Nachwuchskader des DSB. Nach einer perfekten 30er Passe seines Gegners gleich zu Beginn ließ sich Max nicht aus der Ruhe bringen. Nach dem folgenden Hin und Her der Punkte konnte er das Match am Ende auf seine Seite drehen.

BRONZE-Medaille für unseren Jugendschützen Max Moulliet! Wir wünschen ihm weiterhin „Alles ins Gold“ und viel Erfolg für die nächsten Wochen, wo er bei einigen Wettkämpfen und Turnieren auf weitere hochrangige Gegner treffen wird.

Rudi Wünstel, SSV Hatzenbühl

 

Bronze mit dem „Team Germany“ beim European-Youth-Cup: Bogensportler Max Moulliet im Nationalteam erfolgreich

Beim European-Youth-Cup in Catez/ Slowenien hatte unser Bogensportler Max Moulliet seinen ersten internationalen Wettkampf.

In der Qualifikationsrunde erzielte Max 325 und 329 Ringe auf die 60-Meter-Distanz und kam somit mit 654 Ringen in seiner Klasse auf den 9. Platz von 38 Schützen. Hiermit erreichte er also die Zulassung zur Ausscheidungsrunde. Hierbei wird im KO-System jeweils der 1. gegen den 16., der 2. gegen den 15., usw. geschossen. Der Gewinner aus dem jeweiligen Match kommt eine Runde weiter.

In der 1/16er Runde traf Max auf seinen Teamkollegen Vincent Barme, welchen er mit 6:2 bezwingen konnte. Im Achtelfinale musste er erneut gegen einen Teammitstreiter antreten: Im Match gegen Ben Greiwe musste er sich dann leider mit 0:6 geschlagen geben. Dieser unterlag im Viertelfinale dem späteren französischen Sieger. Somit konnten die drei deutschen Teamkollegen in der Klasse „Recurve Cadet Men“ nicht mehr in die Matches um die Einzelmedaillen eingreifen.

Blieb also noch der Team Wettbewerb. Hierbei belegten Vincent Barme (620 Ringe), Max Moulliet (654 Ringe) und Ben Greiwe (655 Ringe) insgesamt 1629 Ringe und einen aussichtsreichen 4. Platz, nach der Qualifikationsrunde.

8 Teams gingen in die Entscheidung. Im 1/4er Match traf „Team Germany“ auf die Slowakei, welche mit 6:2 bezwungen werden konnte. Im Halbfinale war Frankreich mit seinen Topschützen der Gegner. In einem starken Duell musste man sich dem Nachbarn denkbar knapp mit 3:5 geschlagen geben. Also blieb nur noch das Bronze-Match. Gegen Rumänien war das eine ganz „enge Kiste“. Nach einer Führung holten die Rumänen zum Gleichstand auf. Die Entscheidung fiel erst mit dem letzten Pfeil zu einem 5:4 für „Team Germany“ und der Bronzemedaille für Max und seine Teamkollegen.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung und diesem tollen Erfolg.

Weiterhin „Alle ins Gold“ und schöne Erfolge für Max und den SSV Hatzenbühl.

Sichtungsschießen vom 23.-25.04.2021 im Bundesleistungszentrum Kienbaum/Berlin – ein Erfahrungsbericht von Max Moulliet

Mitten in der Hallensaison erhielt ich ungefähr 5 Wochen vor dem Turnier eine Einladung am 1. Juniorencup für Recurvebogen auf dem bekannten Bundesleistungszentrum Kienbaum nahe Berlin teilzunehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich zwar fast täglich im Kraft-, Ausdauer- und auch Bogentraining, aber auf die Hallenentfernung von 18 Meter eingestellt. Und wie alle Schützen Corona bedingt im Training eingeschränkt, Landeskadertraining war seit Monaten nicht möglich. Schnell kamen zur Freude über die Einladung Hektik auf, beim Juniorencup musste ja alles passen. Mit Unterstützung meiner Vereinstrainer und Mannschaftskollegen musste der Bogen schnell auf die 60-Meter-Wettkampfdistanz umgestellt werden, neue Pfeile mussten her, da die alten nicht mehr passten, neue Sehnen mussten her und natürlich bei jedem Wetter auf die 60m-Wettkampfdistanz im Freien trainiert werden.

In der Woche vor dem Wettkampf fand noch ein Corona konformes Training mit den Landeskadertrainern statt, ein Corona Test musste beim Hausarzt gemacht werden und freitagvormittags ging es mit dem Auto endlich los Richtung Berlin. Landestrainer Michael Jeschur, Bogenschützin Justine-Sophie Morgenstern aus Schopp und ich. Am Bundesleistungszentrum Kienbaum angekommen, mussten wir zuerst die negativen Testergebnisse vorweisen um überhaupt das Gelände betreten zu dürfen. Nach einer kurzen Einweisung über die geltenden Regeln konnten wir unsere Zimmer beziehen und trafen uns zum Abendessen mit den anderen Teilnehmern, deren Trainern und Vertretern des Bundestrainerstabs.

Samstagmorgens nach dem Frühstück stellte jeder Teilnehmer selbst seine Bogenscheibe auf und richte sich „häuslich ein“, bevor mit einem freien Training gestartet wurde. In meiner Altersklasse konnte ich mich als Landeskadermitglied gegen Schützen aus den beiden höheren Kadern, dem Bundes-Nachwuchskader 1 und 2, durchsetzen. Mit Tipps von meinem Landestrainer instruiert ging es nach dem Mittagessen dann endlich los. Einschießen, Wettkampf und ein spannendes Finalschießen folgte. Kühle Temperaturen und Wind stellten alle Teilnehmer auf die Probe, die Ergebnisse lagen daher häufig hinter den Erwartungen der einzelnen Schützen. Trotz meines 1. Platzes am Ende des Tages war ich mit meinen Ergebnissen nicht ganz zufrieden, ich hatte mir mehr Ringe erhofft. Nach dem Abendessen trafen sich alle Teilnehmer nochmals und tauschten aktuelle Informationen aus.

Sonntagmorgens räumten wir vor dem Frühstück noch die Zimmer, bevor es bei ähnlich miesem Wetter wieder darum ging, möglichst viel der 72 Pfeile ins Gold zu schießen. Nach einem kurzen internen Motivationsgespräch der drei Pfälzer untereinander ging es wieder los, diesmal bei kaltem, windigem Nieselwetter. Nach einem spannenden Wettkampf und einem schwächeren zweiten Durchgang gelang es mir, durch mehr 10er Treffer auf die 60m Distanz den 1. Platz ringgleich zu behaupten und glücklich die Heimfahrt anzutreten.

Insgesamt war es ein tolles Wochenende auf einem super Sportgelände mit Konkurrenten auf hohem Niveau! Dies hat mir neben vielen (Wettkampf-) Erfahrungen die Möglichkeit gegeben, mich zu präsentieren und bestätigt mich darin, dass regelmäßiges, hartes Training sich auszahlt. Wichtig ist aber auch, Unterstützung und Rückhalt in einen Verein und bei Trainern zu haben. Danke euch allen.

Max Moulliet